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Seit über 60 Jahren den Greifvögeln eng verbunden, legt der Autor, von Beruf Tierarzt, im Band 5 der Schriftenreihe des Deutschen Falkenordens (DFO) seine Erkenntnisse zur ökofunktionellen Positionierung von Greifvögeln dar. Im Mittelpunkt stehen dabei die Hiero- und Wanderfalken als Referenzarten, die im Vergleich zu anderen Artengruppen weltweit erfaßt, eine neue Sicht auf deren Leistungsdifferenzierungen, Evolutionsabläufe und Systematik außerhalb der Genetik vermitteln. Daraus resultierende Modellvorstellungen begründen auch die Realität von Typen und eine Definition von Arten als optimierte und stabilisierte Leistungseinheiten. In der Integration ökofunktioneller Aspekte in unser Evolutionsverständnis sieht er das Grundanliegen einer dritten Darwinschen Revolution.

 

Bibliographische Angaben:

Wolfgang Baumgart: Greifvögel, Artproblem und Evolutionstheorie –Ökofunktionell betrachtet- Neumann-Neudamm, Melsungen 2015, Hardcover mit Fadenheftung, ca. 500 S., über 600 Abbildungen und Graphiken, Format: 16,8 x 23,5 cm. ISBN 978-3-7888-1715-2. Subskriptionspreis bis 31.10.2015 49,90 €, danach 68 €. Ankündigungs-Text: Greifvogelbuch (Neufassung) – ist im Flyer abgedruckt
Der Autor, Jahrgang 1940 und von Beruf Tierarzt, ist seit früher Jugend begeisterter, vor allem den Greifvögeln verbundener Ornithologe. In diesem Buch werden nun die Ergebnisse und Einsichten seiner nunmehr sechs Jahrzehnte zurück reichenden Erkundungen dargelegt.

 

WIm Mittelpunkt stehen dabei die Großfalken mit ihren gut ermittelbaren lokomotorischen Leistungsdifferenzierungen, die zugleich als Referenzarten umfassende Vergleiche mit anderen Greifvogelgruppen wie den Habichten, Bussarden oder Geier stützen. Sein tierärztlich geprägtes Funktional- und Leistungsverständnis ermöglicht es dem Autor auch, Gesetzmäßigkeiten der artlichen Existenz und Artbildung außerhalb des genetischen Bereiches zu erfassen und dazu Modellvorstellungen zu entwickeln. Arten lassen sich so - ökofunktionell betrachtet - als optimierte und stabilisierte Leistungseinheiten definieren, die durch Instabilitäts- und Ineffektivitätslücken selbstreguliert von einander getrennt sind. So wird auch erkennbar wo ein „Artbedarf“ erwächst und wie gut vorangepassten Individuen die zur Artbildung erforderliche geographische Isolation geradezu gerichtet erlangen können. Die evolutionshistorisch junge Gattung Falco bietet dafür anschauliche Beispiele. Ausgehend vom dualen Charakters artlicher Realität sieht der Autor in der Integration ökofunktioneller Aspekte in unser Evolutionsverständnis eine Zukunftsaufgabe. Das sollte Gegenstand einer dritten darwinschen Revolution sein. Indem er die Leser auf seinen weltumspannenden „greifvogelkundlichen Inspektionen“ mitnimmt, lässt er sie zugleich daran teilhaben, wie - vermittelt durch Gedankenexperimente – Freiland-Beobachtungen und überregional vergleichende Wertungen zur Lösung dieser Grundsatzproblemen beitragen.

Portrait Wolfgang Baumgart 28.3.2014 an der „Teufelskanzel“ im Oberlausitzer Bergland. Als Abbildung zur Autoren-Charakteristik (auf Rückseite vom Titel-Einband) und evtl. auch auf Rückeinband –Innenseite, dann rechts.